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Besaitungstipps - vom Profi

Auf dieser Seite finden Sie nützliche Insider-Tipps vom Profibesaiter und Sie erfahren was beim Besaiten zu beachten ist.

Vor dem eigentlichen Besaiten:

Bereits mit dem Reißen der Saite beginnt der Bespannvorgang. Je eher die gerissene Saite aus dem Rahmen herausgeschnitten wird, um so geringer ist die Gefahr einer Verformung des Schlägers. Beim Herausschneiden beginnt man mit den mittleren beiden Längssaiten, gefolgt von den angrenzenden Quersaiten. Danach schneidet man im Uhrzeigersinn spiralförmig nach außen. Auf diese Weise wird die Spannung gleichmäßig abgebaut.
Vor dem Bespannen muß der Rahmen unbedingt auf defekte Ösen kontrolliert werden. Die Saite darf niemals in direkte Berührung mit dem Rahmen kommen, was durch intakte Ösen sichergestellt ist. Bei kaputten Ösen schneidet sich die Saite entweder in den Rahmen und beschädigt diesen, oder die Saite selbst wird durch den Rahmen durchgeschnitten. Defekte Ösen können sehr leicht mit einem sog. Ösenmontiergerät (siehe Zubehör) durch Ersatzösen ausgetauscht werden.
 
Beim Besaiten:
Es sollte eine Besaitungsmaschine verwendet werden, die über eine 6-Punkt Abstützung verfügt und den Rahmen im Herz und Kopfbereich sowie an den sog. 14 Uhr/22 Uhr und 16 Uhr/20 Uhr Positionen fixiert.
Beim Einspannen des Rahmens in die Bespannungsmaschine muß darauf geachtet werden, daß eine sichere Abstützung gewährleistet ist. Der Rahmen sollte einen Millimeter gestreckt werden, aber noch "atmen" können.
Wichtig ist, das Bespannen immer mit den Längssaiten in der Mitte zu beginnen, um dann gleichmäßig, abwechselnd auf beiden Seiten, nach außen zu arbeiten.
Bei vielen Schlägermodellen kann im Anschluß an die Längsbesaitung direkt die Querbesaitung fortgeführt werden (2-Knotenmethode). Bei verschiedenen Schlägermodellen müssen die Längssaiten jedoch separat abgeknotet werden (4-Knotenmethode). Daran sollte man sich unbedingt halten, da sonst der Rahmen unnötig belastet wird und außerdem bei neueren Rahmen der Garantieanspruch verfällt.
Wie Ihr Schläger besaitet werden muß, sehen Sie am Original-Bespannplan, den Sie bei uns erhalten.
Die Quersaiten werden in der Regel mit einem bis zwei kg weniger gespannt. Grundsätzlich gilt: Je härter das Zuggewicht, um so besser die Kontrolle; je weicher, um so mehr Beschleunigung.
Die Quersaiten müssen V-förmig gezogen werden, da sonst die Gefahr besteht, daß sie sich in die Längsaiten einbrennen und somit die Bespannung bereits vor dem ersten Ballwechsel beschädigt ist.
 
Nach dem Besaiten:
Ein Rahmenkopfschutzband schützt die Saite insbesondere vor Sandkörnchen, die - einmal in die Ösen eingedrungen - jede Saite durchscheuern können.
Nicht vergessen auch das Griffband zu kontrollieren und gegebenenfalls durch ein neues zu ersetzen.

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